COPALA / Dr. Natascha Freund

Coaching & Recht

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Eine Geschichte über den eigenen persönlichen Wert …

Liebe Leserinnen und Leser,

in diesem Newsletter möchte ich Ihnen eine Geschichte über (Ihren) eigenen (persönlichen)  Wert anbieten:

Die Geschichte vom Ring

Die Geschichte handelt von einem jungen Mann, der einen Weisen um Hilfe ersucht.

„Meister, ich bin gekommen, weil ich mich so wertlos fühle, dass ich überhaupt nichts mit mir anzufangen weiß. Man sagt, ich sei ein Nichtsnutz, was ich anstelle, mache ich falsch, ich sei ungeschickt und dumm dazu. Meister, wie kann ich ein besserer Mensch werden? Was kann ich tun, damit die Leute eine höhere Meinung von mir haben?“

Ohne ihn anzusehen, sagte der Meister: „Es tut mir sehr leid, mein Junge, aber ich kann dir nicht helfen, weil ich zuerst mein eigenes Problem lösen muss. Vielleicht danach …“

Er machte eine Pause und fügte dann hinzu: „Wenn du zuerst mir helfen würdest, könnte ich meine Sache schneller zu Ende bringen und mich im Anschluss eventuell deines Problems annehmen.“

„S … sehr gerne, Meister“, stotterte der junge Mann und spürte, wie er wieder einmal zurückgesetzt und seine Bedürfnisse hintangestellt wurden.

„Also gut“, fuhr der Meister fort. Er zog einen Ring vom kleinen Finger seiner linken Hand, gab ihn dem Jungen und sagte: „Nimm das Pferd, das draußen bereitsteht, und reite zum Markt. Ich muss diesen Ring verkaufen, weil ich eine Schuld zu begleichen habe. Du musst unbedingt den bestmöglichen Preis dafür erzielen, und verkaufe ihn auf keinen Fall für weniger als ein Goldstück. Geh und kehr so rasch wie möglich mit dem Goldstück zurück.“

Der Junge nahm den Ring und machte sich auf den Weg. Kaum auf dem Markt angekommen, pries er ihn den Händlern an, die ihn mit einigem Interesse begutachteten, bis der Junge den verlangten Preis nannte. Als er das Goldstück ins Spiel brachte, lachten einige, die anderen wandten sich gleich ab, und nur ein einziger alter Mann war höflich genug, ihm zu erklären, dass ein Goldstück viel zu wertvoll sei, um es gegen einen Ring einzutauschen. Entgegenkommend bot ihm jemand ein Silberstück an, dazu einen Kupferbecher, aber der Junge hatte die Anweisung, nicht weniger als ein Goldstück zu akzeptieren, und lehnte das Angebot ab.

Nachdem er das Schmuckstück jedem einzelnen Marktbesucher gezeigt hatte, der seinen Weg kreuzte –und das waren nicht weniger als hundert –, stieg er, von seinem Misserfolg vollkommen niedergeschlagen, auf sein Pferd und kehrte zurück.

Wie sehr wünschte sich der Junge, ein Goldstück zu besitzen, um es dem Meister zu überreichen und ihn von seinen Sorgen zu befreien, damit der ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen konnte.

Er betrat das Zimmer.

„Meister“, sagte er, „es tut mir leid. Das, worum du mich gebeten hast, kann ich unmöglich leisten. Vielleicht hätte ich zwei oder drei Silberstücke dafür bekommen können, aber es ist mir nicht gelungen, jemanden über den wahren Wert des Ringes hinwegzutäuschen.“

„Was du sagst, ist sehr wichtig, mein junger Freund“, antwortete der Meister mit einem Lächeln. „Wir müssen zuerst den wahren Wert des Rings in Erfahrung bringen. Steig wieder auf dein Pferd und reite zum Schmuckhändler. Wer könnte den Wert des Rings besser einschätzen als er? Sag ihm, dass du den Ring verkaufen möchtest, und frag ihn, wieviel er dir dafür gibt. Aber was immer er dir auch dafür bietet: Du verkaufst ihn nicht. Kehr mit dem Ring hierher zurück.“

Und erneut machte sich der Junge auf den Weg.

Der Schmuckhändler untersuchte den Ring im Licht einer Öllampe, er besah ihn durch seine Lupe, wog ihn und sagte: „Mein Junge, richte dem Meister aus, wenn er jetzt gleich verkaufen will, kann ich ihm nicht mehr als achtundfünfzig Goldstücke für seinen Ring geben.“

„Achtundfünfzig Goldstücke?“ rief der Junge aus.

„Ja“, antwortete der Schmuckhändler. „Ich weiß, dass man mit etwas Geduld sicherlich bis zu siebzig Goldstücke dafür bekommen kann, aber wenn es ein Notverkauf ist …“

Aufgewühlt eilte der Junge in das Haus des Meisters zurück und erzählte ihm, was geschehen war.
„Setz dich“, sagte der Meister, nachdem er ihn angehört hatte.

„Du bist wie dieser Ring: ein Schmuckstück, kostbar und einzigartig. Und genau wie bei diesem Ring kann deinen wahren Wert nur ein Fachmann erkennen. Warum irrst du also durch dein Leben und erwartest, dass jeder x-beliebige um deinen Wert weiß?“

Und noch während er dies sagte, streifte er sich den Ring wieder über den kleinen Finger der linken Hand…

Mit wertschätzenden Grüßen

Natascha Freund

Gefunden bei: http://www.wirtschaftsmediation-siegrist.de/index.php?menuid=27

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Vielleicht eine der wichtigsten Aufgaben …

Liebe Leserinnen und Leser,

Selbsterkenntnis ist vielleicht eine der wichtigsten Aufgaben Ihres Lebens. Wenn Sie sich nicht selbst kennen, werden Sie Ihr Leben führen, als ob sie jemand anderer wären. Sie werden niemals die Dinge kennenlernen, die Ihr Herz wärmen und Ihre Seele erfüllen, werden Sie niemals die Liebe empfangen, die Sie so dringend brauchen, und Sie werden niemals die Dinge verwirklichen, durch die sich Ihre Talente wahrhaft ausdrücken können.

Selbsterkenntnis ist der Fels, auf dem Sie das Haus Ihres Lebens bauen können. Sie beginnt damit, dass Sie sich diese einfachen Fragen stellen:

  • Wer bin ich und was macht mich aus?
  • Wo liegen meine Stärken?
  • Was berührt und bewegt mich?

Daraus entstehen weitere Fragen und Antworten, mit denen Sie sich im Lauf der Zeit besser kennenlernen.

Lernen Sie sich selbst kennen. Sie sind der einzige Mensch, der SIE sein kann. Sie sind der einzige Mensch, der bewusst und behutsam herausfinden kann, wer Sie sind; der einzige Mensch, der Ihr einzigartiges Leben führen kann.

Mit selbsterkennenden Grüßen

Natascha Freund

Quelle: Auszug aus Daphne Rose Kingma; Liebe für jeden Tag

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Warum ehren wir (nur) die Toten?

Liebe Leserinnen und Leser,

letztens durfte ich aus nächster Nähe beobachten…ein Todesfall nach kurzer, schwerer Krankheit und das, was im Anschluss geschah: frühere Kollegen aus dem Arbeitsumfeld und Vereinen sowie aus dem privaten Kreis ehrten den Toten, indem sie sich in liebevoller und umtriebiger Weise um ein schönes und würdevolles Begräbnis bemühten, standen Wache, kamen in Uniform, spendeten Blumen und Geld für eine wohltätige Organisation. Viel Engagement, Einsatz und ein würdevoller Abschied…

Ich habe mich aber gefragt: warum tun die Menschen all das? Oft ist die schnelle Antwort: „zu Ehren des Verstorbenen“. Ja, das kann ich nachvollziehen, denn einen Verstorbenen in Ehren und Andenken zu halten, ist wichtig und gut.

Aber ist das der einzige Grund? Tun nicht viele Menschen genau dies, um Ihr eigenes Gewissen zu beruhigen? Warum dieses Schaulaufen für einen toten Menschen, der dies nicht mehr wahrnehmen kann? Geht es vielleicht vielmehr darum, die eigene Befangenheit und das eigene Unwohlsein zu überdecken?

Wäre es nicht schön(er) gewesen, all diese Anteilnahme, all dieses Engagement, all diese guten Worte und Taten dem Menschen zu Lebzeiten und nicht erst „danach“ zukommen zu lassen?

Wer besucht denn gerne Menschen, die schwer krank oder sogar sterbenskrank sind? Nein, das tut man sich doch nicht so gerne an, denn es ist nicht leicht, einem Menschen gute Wort und Trost zu spenden, um den es mehr als kritisch steht.

Wir ehren die Toten, aber wir vergessen manchmal auf die Lebenden – bis sie nicht mehr da sind.

Darum lade ich Sie diesmal zu folgendem Experiment ein: denken Sie an 3 Menschen, die Ihnen nahe stehen und verabreden Sie sich zu einem Gespräch. Und dieses Gespräch beginnen Sie dann so

  • „Ich schätze an dir, dass du …“
  • „Die Eigenschaft, die ich daran schätze, ist …“
  • „Denn das bedeutet für mich, dass ….“
  • „Und dann fühle ich mich …“

Eine Möglichkeit ist aber auch, dem Menschen diese Sätze zu schreiben.

Wie Sie die Sätze ergänzen, bleibt ganz Ihnen überlassen. Wenn Ihnen dieser Mensch wirklich wichtig ist, werden Sie warme und anerkennende Worte finden und einen Menschen – zu Lebzeiten – sehr glücklich machen.

Mit wertschätzenden Grüßen

Natascha Freund

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Schauplatz Gehirn: Freude, Wut, Ekel, Angst und Kummer wollen ans Steuer

Liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie manchmal – vielleicht aus Ihrer Sicht grundlos – traurig sind? Oder warum Ihnen vor gebratener Leber ekelt?

Nun – in solchen Momenten hat eines der fünf Grundgefühle gerade die Steuerung Ihres Gehirns übernommen. Im ersten Fall ist es Kummer, die zum Beispiel eine Erinnerung abruft, die traurig macht oder – im zweiten Beispiel – Ekel, der sich daran erinnert, dass es gar keine gute Erfahrung war, zum ersten Mal Leber zu essen und dies als Kernerinnerung abgespeichert hat.

Sie dürfen sich das so vorstellen: jeden Tag machen Sie zahlreiche Erfahrungen – sowohl alleine, als auch im Austausch mit anderen Menschen. Jede Erfahrung spricht die 5 Grundgefühle an und diese steuern das Gehirn. Dort oben ist eine Kommandozentrale und 5 Gefühle wollen an den Steuerknüppel – am besten gleichzeitig. Und da kann es ganz schön durcheinander gehen.

Die Erfahrungen des Tages speichern wir ab – wir verarbeiten sie. Einige bleiben nur kurz, wiederum andere Erfahrungen, die Sie häufiger machen, wandern in Ihr Langzeitgedächtnis. Einige Erfahrungen verarbeiten Sie hingegen nicht gleich; sie wandern in Ihr Unterbewusstsein.

Erfahrungen machen Sie übrigens seit Ihrer Kindheit und diese Erfahrungen prägen Sie auch noch heute. Haben Sie sich zum Beispiel damals mit 18 Monaten freundlich dem Wau Wau genähert und wurden Sie böse angebellt, dann kann sich das heute noch in einer Angst vor Hunden zeigen. Oder haben Sie damals immer schön gemütlich im Garten bei Oma die Sonne und die Freundlichkeit unserer Mitmenschen genossen, kann auch das für Ihr weiteres Leben prägend sein.

In den ersten 6 Lebensjahren machen wir die Erfahrungen, die die sogenannten Kernerfahrungen bilden und die sich einprägen und auch später unsere „Muster“ ausmachen – so wie jeder einzelne von uns eben „tickt“. Je nachdem, ob Sie damals viel Freude, Wut, Ekel, Angst oder Kummer empfunden haben – es zeigt sich heute in den Situationen, die diese Kernerinnerungen „triggern“. Je besser Sie von Ihrer Umgebung angenommen wurden und Sie „sein durften“, umso selbstsicherer wurden Sie.  Je mehr Unruhe, Angst, Sorge, ev. auch Gewalt in den ersten Jahren prägend waren, umso mehr wird Sie dies auch heute beschäftigen. Das, was Sie als Kind zu viel oder zu wenig bekommen haben, zeigt sich auch heute in Ihrem Leben.

Als Menschen streben wir nach Glück, doch Freude kann nicht immer in der Kommandozentrale stehen. Montags morgens im Stau auf der Autobahn ist eher oft Wut auf der Kommandobrücke und wenn das Flugzeug durch Turbulenzen fliegt, heißt der Kapitän aktuell „Angst“.

Im Laufe der Erfahrungssammlung können positive Erfahrungen zu „Inseln“ werden, eine Ressource, auf die Sie sich verlassen können, zum Beispiel bestimmte Gruppen, wie Familie, Freund, Sport oder auch Werte, wie Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Respekt, etc. Sie bilden eine wichtige Basis, ganz besonders in schwierigen Situationen. Sie schaffen Bindungen, die man immer wieder unter anderem in persönlichen Beziehungen gut beobachten kann. Die Kräfte, die die Mitglieder aneinander binden, überstehen sehr oft auch Streit und Auseinandersetzung, außer die negative Erfahrung ist doch zu groß, dann bricht die „Insel“ weg.

Nach diesem kleinen Ausflug ins Gehirn frage ich Sie: wer steuert heute Ihre Kommandozentrale? Wenn Sie beim Lesen dieser Zeilen lächeln müssen, dann wird es vermutlich Freude sein. Ich empfehle Ihnen den Film „Alles steht Kopf“, der dies sehr anschaulich beschreibt. Sie werden Ihr Gehirn und sich selbst vielleicht danach viel besser verstehen…

Mit vielfältigen Grüßen,

Natascha Freund

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Der Zug des Lebens

Liebe Leserinnen und Leser,

vielleicht haben Sie davon gehört, dass vor kurzem der Sänger Roger Cicero mit nur 45 Jahren gestorben ist. Das hat mich nachdenklich gestimmt, vor allem vor dem Hintergrund des April-Newsletters genau vor einem Jahr.

Deshalb habe ich die Geschichte vom „Zug des Lebens“ ausgesucht, die Sie vielleicht kennen? Der Text ist von einem unbekannten Verfasser und ich habe mir erlaubt, diesen Text ein wenig zu modifizieren:

Das Leben ist vergleichbar mit einer Zugreise. Wir steigen ein und aus, bei manchen Aufenthalten gibt es angenehme Überraschungen oder bei anderen auch weniger schöne Erlebnisse.

Wir steigen ein, treffen unsere Eltern und denken, dass sie immer mit uns reisen, aber an irgendeiner Haltestelle werden sie aussteigen und wir müssen unsere Reise ohne sie fortsetzen.

Doch es steigen andere Passagiere zu, die für uns auf die eine oder andere Weise wichtig werden – unsere Geschwister, Freunde und sogar die Liebe unseres Lebens. Wenn manche von ihnen aussteigen, hinterlassen sie eine große Leere, bei anderen hingegen merken wir gar nicht, dass sie ausgestiegen sind. Es ist eine Reise voller Freuden, Leid, Begrüßungen und Abschieden.

Die große Frage der Reise ist, dass wir nicht wissen, an welcher Haltestelle wir endgültig aussteigen werden und genau so wenig wann unsere Mitreisenden aussteigen werden, nicht einmal der, der gleich neben uns sitzt.

Sie können aber dabei mithelfen, das Gepäck aller Ihrer Mitreisenden zu vermehren und wertvoller zu machen.

  • Vielleicht wollen Sie sich einmal überlegen, wer Ihre Mitreisenden alle sind?
  • Was tragen diese dazu bei, dass Sie eine gute Reise haben?
  • Für wen glauben Sie, ein guter Mitreisender zu sein und was ist Ihr Beitrag hierzu?

Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Reise jeden Tag schöner wird, Sie immer Liebe und Gesundheit im Gepäck und nette Mitreisende haben.

Vielen Dank an alle Passagiere im Zug meines Lebens!

Ich schließe diesen Newsletter mit einem Zitat von Günter Kunert:

„Wohin auch immer wir reisen, wir suchen, wovon wir träumten, und finden doch stets nur uns selbst.“

Mit reisenden Grüßen

Natascha Freund
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