COPALA / Dr. Natascha Freund

Coaching & Recht

Jahr: 2017 (Seite 1 von 7)

Die wundersame Fee

Liebe Leserinnen und Leser,

jedes Jahr wieder ist am 24. Dezember Weihnachten und jedes Mal wieder erwischt uns manchmal gerade zu dieser Zeit ganz viel Stress…als ob das Datum jedes Jahr ein anders wäre…

Jedes Jahr wieder sende ich Ihnen im Dezember eine Geschichte und wünsche Ihnen schon jetzt ein ruhiges Weihnachten, schöne Feiertage und alles Gute für 2018.

Wundersame Fee

Es ist gerade ein Wunder geschehen, nur leider ist es dir entgangen. Während du damit beschäftigt warst, dir über weitreichende, dramatische oder eher banale Entscheidungen den Kopf zu zerbrechen, hat sich eine kleine Fee in dein Herz geschlichen. Sie hat sich auf ihm ausgestreckt, und ihre Flügel hoben sich Sacht im Rhythmus seines Schlagens. Von dort aus lauschte sie deinen Gedanken, hörte dich unablässig argumentieren und sah deine Gefühle im Zickzack flattern (deine Unentschlossenheit sorgte für Unruhe). Und obwohl dein Herz deshalb so viel zu stemmen hatte, war es der kleinen Fee ein guter Ratgeber. Zum Dank für diese großzügige Geste flüsterte sie ihm einen Zauberspruch zu:

“Welche Entscheidung du auch triffst, sie wird für dich immer die richtige und zu deinem Besten sein. Selbst wenn du dich entscheidest, dich nicht zu entscheiden. Ab heute wirst du keine Fehler mehr machen oder schlechte Entscheidungen treffen. Sie alle werden sich in Erfahrungen verwandeln.“

Mit diesen letzten Worten hat sie die Flügel ausgebreitet und ist zurück in eine Welt geflogen, in der Träume wahr werden.

Mit weihnachtlichen Grüßen

Natascha Freund

Quelle: „Rewrite your life“ von Tatijana Milovic

Die rechtlichen Aspekte der Zeit

Man sollte es kaum glauben, aber Zeit hat auch rechtliche Aspekte. „Zeit“ kommt in ganz vielen rechtlichen Regelungen und Gesetzen vor, z.B. das Arbeitszeitgesetz (AZG) oder das Schulzeitgesetz. Und ganz viele andere Gesetze regeln auch zeitliche Aspekte z.B. in Bezug auf Ausbildungszeit und Pensionen.

Ja, wir haben sogar ein Zeitzählungsgesetz in Österreich und das seit 1976. Hier die wichtigsten Bestimmungen:

§ 1. (1) Als Normalzeit in der Republik Österreich gilt die Mitteleuropäische Zeit.

(2) Die Mitteleuropäische Zeit ist die Zonenzeit, für die die Zeit des 15. Längengrades östlich von Greenwich maßgebend ist.

(3) Als Sommerzeit im Sinne dieses Gesetzes gilt die gegenüber der Normalzeit um eine Stunde vorverlegte Stundenzählung.

§ 2. (1) Die Bundesregierung wird ermächtigt, aus volkswirtschaftlichen Gründen durch Verordnung den Zeitpunkt der Einführung der Sommerzeit und der Wiedereinführung der Normalzeit zu bestimmen.

(…)

(3) Die Sommerzeit kann innerhalb des Zeitraumes zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober eingeführt werden.

(4) Die Sommerzeit hat jeweils an einem Samstag oder Sonntag zu beginnen und zu enden. Das jeweilige Datum und die Uhrzeit des Beginnes und des Endes der Sommerzeit sind durch Verordnung zu regeln.

(5) Bei Beendigung der Sommerzeit ist die letzte Stunde doppelt zu zählen. Die erste dieser doppelt zu zählenden Stunden ist mit dem Zusatz A, die zweite mit dem Zusatz B zu bezeichnen.

Im zeitlichen Sinne ist also in Österreich alles geregelt.

Von der Bedeutung der Zeit

Zeit ist ein wirkliches Phänomen. Haben Sie sich überlegt, in wie vielen sprachlichen Wendungen die Zeit vorkommt? Mal ist der Mensch aktiv eingebunden („Ich habe Zeit“, „Ich nehme mir Zeit“, „Ich verbringe Zeit“),  mal scheint die Zeit selbst aktiv zu sein auf vielfältigste Art, sie vergeht, läuft ab, wird knapp, wird verloren, verstreicht, heilt (alle Wunden), zieht sich usw. Und dann die vielen Hauptworte, in der sie eingebunden sein kann: Zeitverlust, Zeitnot, Zeitknappheit, Zeitmanagement, Freizeit, Zeitfenster usw.

Offensichtlich ist für viele Menschen die Zeit zu einem Wirtschaftsgut geworden, denn „Zeit ist Geld“. So sieht es auch der Zeitforscher Karlheinz Geißler, der dazu im Standard ein Interview gab. Unter anderem lernte ich daraus, dass es die Uhr seit ca. 600 Jahren gibt und ein Leben nach der Uhr so manche Nachteile mit sich bringt, wie es Geißler formuliert:

„Der Uhrzeitmensch kennt keine lebendigen, bunten und abwechslungsreichen Zeiten, er kennt nur farblose und zählbare Zeiteinheiten. Aber die Zeiten, die im Leben zählen, sind die Zeiten, die nicht gezählt werden.“

Ein pessimistisches Szenario? Oder geht es Ihnen auch so? Wann erleben Sie „Zeit“ und wann sind Sie der „Sklave“ Ihres Kalenders?

Offenbar herrscht der ökonomische Zwang sich der Zeit zu unterwerfen, dem Druck des Terminkalenders, der Erwartung anderer Menschen, dass wir unsere Zeit optimiert und vollgestopft verbringen. Geißler geht davon aus, dass die heute herrschende Zeitverdichtung, verstärkt durch digitale Technologien und multitasking fähige Endgeräte uns eines Tages überlastet.

Geißler empfiehlt, der eigenen Zeitnatur nachzuspüren, sich bewusster auf die Zeit einzulassen, v.a. auf die Übergänge zwischen verschiedenen Aktivitäten. Dazu empfehle ich Ihnen 3 Übungen:

  1. Wenn Sie das nächste Mal eine berufliche Aktivität wechseln (also z.B. aus einer Besprechung zurückkommen und am Computer arbeiten wollen oder eine inzwischen eingegangene Sprachnachricht beantworten wollen), setzten Sie einen „Übergang“, indem Sie einmal aus dem Fenster schauen oder einen Tee oder Café trinken.
  2. Nehmen Sie einmal an einem freien Tag (z.B. am Wochenende) die Armbanduhr ab und schauen auch nicht auf die Zeitanzeige Ihres Smartphones, sondern versuchen Sie, dieses Tag bewusst zu erleben, ohne Zeitstruktur.
  3. Nehmen Sie sich eines oder mehrere Mitglieder Ihrer Familie oder Freunde und versuchen Sie einmal 15 Minuten still zu sitzen und nichts zu tun.

All diese Übungen dienen dazu, zu entschleunigen. Oder wie es Geißler ausdrückt:

„Dieses permanente Tun brauchen viele zur Selbstbestätigung. Man kann sich aber auch über das Lassen selbst bestätigen. Das ist viel stressfreier. Jede Aktivität speist sich aus Passivität. Ist man ununterbrochen aktiv, merkt man die Aktivität nicht – so geht es vielen Managern. Sie spüren ihre Belastung nicht mehr und kippen irgendwann um. Ihnen fehlt die Passivität, die sie in der Burnout-Klinik dann nachzuholen gezwungen werden.“

Vielleicht wollen Sie mal darüber nachdenken – wenn Sie mal wieder „Zeit haben“.

Mit zeitgemäßen Grüßen

Natascha Freund

Entschleunigung

Unser Alltag ist von unglaublicher Schnelligkeit geprägt. Oft hetzen wir von einem Termin zum nächsten. Nicht nur im beruflichen Alltag, sondern mitunter auch in der „Freizeit“.

Folgende Übung dient, um ein wenig zu entschleunigen:

Wählen Sie drei Türen aus – vielleicht die Wohnzimmertüre zuhause, die Türe in ihrem Büro in der Arbeit und die Türe zu Ihrem Lieblingsrestaurant.

Wenn immer Sie den entsprechenden Raum verlassen, berühren Sie die Türe ganz bewusst und erinnern sich, was alles Positives an diesem Ort und an diesem Tag geschehen ist…

…und dann geht es mit positiver Energie und voller Dankbarkeit zum nächsten Ort…

Welche Bücher wir lesen und was das mit uns zu tun hat

Wenn wir Bücher lesen, tauchen wir in eine andere Welt ein. Wir leben mit der Geschichte mit, versuchen uns hineinzudenken, überlegen wie es wohl weitergeht – ganz egal ob das ein Krimi, ein Drama, ein Sachbuch oder eine Liebesgeschichte ist.

Interessant ist, dass wir Bücher bewusst auswählen, die wir lesen. Der Inhalt hat immer etwas mit uns, unserer Geschichte und unseren Gefühlen zu tun. Deshalb werden Bücher, Metaphern, Geschichten und auch Märchen oft auch in der Therapie eingesetzt. Es wird hinterfragt, was einem an dieser Geschichte besonders gut gefällt und warum und was die Geschichte mit unserem Leben zu tun hat.

Deshalb lade ich Sie ein: Welches Buch lesen Sie gerade? Warum? Und was hat das Buch mit Ihnen zu tun?

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