COPALA / Dr. Natascha Freund

Coaching & Recht

Schlagwort: Zeit (Seite 1 von 2)

Ein Tag ohne Nachrichten

Im Laufe des Tages, werden wir mit sehr vielen Informationen versorgt. Ob diese für einen selbst nützlich sind oder nicht, kann wohl jeder nur für sich selbst entscheiden. Dennoch frage ich mich, ob es möglich ist, einen Tag ohne Nachrichten zu verbringen?

Was macht das mit einem?

Sind wir dann entspannter, haben Zeit für etwas Anderes? Was ist das Andere? Oder macht es uns nervös und unruhig?

Wenn auch Sie sich diese Fragen stellen, ist das ein guter Hinweis dafür, dieses Experiment einmal auszuprobieren.

Ich freue mich, wenn Sie mir Ihre Erfahrungen über Ihren „Tag ohne Nachrichten“ erzählen wollen.

Zeit ist alles was ich habe…

Zeit…undefinierbar…reizvoll? Etwas, das wir nicht haben, sondern uns nehmen? Ein kostenloses Geschenk? Nein, das würde ich nicht sagen, denn es ist persönliche Lebenszeit. Und mit diesem Zugang ist es wohl das Wertvollste, das wir einem Menschen schenken können und ebenso das Wertvollste, das wir bekommen können. Lesen Sie nachfolgende Geschichte und Sie verstehen, was ich meine…ach ja, und es ist eine lange Geschichte, doch schenken Sie sich dabei selbst Lebenszeit…

Geschichte eines New Yorker Taxifahrers

Ich wurde zu einer Adresse hinbestellt und wie gewöhnlich hupte ich als ich ankam. Doch kein Fahrgast erschien. Ich hupte erneut. Nichts. Noch einmal. Nichts. Meine Schicht war fast zu Ende, dies sollte meine letzte Fahrt sein. Es wäre leicht gewesen einfach wieder wegzufahren. Ich entschied mich jedoch dagegen, parkte den Wagen und ging zur Haustür. Kaum hatte ich geklopft, hörte ich eine alte gebrechliche Stimme sagen „Bitte, einen Augenblick noch!“ Durch die Tür hörte ich, dass offensichtlich etwas über den Hausboden geschleift wurde.

Es verging eine Weile bis sich endlich die Tür öffnete. Vor mir stand eine kleine alte Dame, bestimmt 90 Jahre alt. Sie trug ein mit Blümchen bedrucktes Kleid und einen dieser Pillbox Hütte mit Schleier, die man früher immer getragen hat. Ihre gesamte Erscheinung sah so aus, als wäre sie aus einem Film der 1940 Jahre entsprungen. In ihrer Hand hielt sie einen kleinen Nylon Koffer. Da die Tür offen war, konnte ich nun auch ein paar Blicke in die Wohnung werfen. Die Wohnung sah aus als hätte hier über Jahre niemand mehr gelebt. Alle Möbel waren mit Tüchern abgedeckt. Die Wände waren völlig leer – keine Uhren hingen dort. Die Wohnung war fast komplett leer – kein Zimmerschmuck, kein Geschirr auf der Spüle, nur hinten der Ecke sah ich etwas. Einen Karton, der wohl mit Fotos und irgendwelchen Glas-Skulpturen bepackt war.

„Bitte, junger Mann, tragen sie mir meinen Koffer zum Wagen?“ sagte sie. Ich nahm den Koffer und packte ihn in den Kofferraum. Ich ging zurück zur alten Dame um ihr beim Gang zum Auto ein wenig zu helfen. Sie nahm meinen Arm und wir gingen gemeinsam in Richtung Bürgersteig, zum Auto.

Sie bedankte sich für meine Hilfsbereitschaft.

„Es sei nicht Rede wert“ antwortete ich ihr, „Ich behandle meine Fahrgäste schlicht genauso, wie ich auch meine Mutter behandeln würde!“

„Oh, sie sind wirklich ein vorbildlicher junger Mann.“ erwiderte sie.

Als die Dame in meinem Taxi platzt genommen hatte gab sie mir die Zieladresse, gefolgt von der Frage, ob wir denn nicht durch die Innenstadt fahren könnten.

„Nun, das ist aber nicht der kürzeste Weg, eigentlich sogar ein erheblicher Umweg.“, gab ich zu bedenken.

„Oh, ich habe nichts dagegen „, sagte sie. „Ich bin nicht in Eile. Ich bin auf dem Weg in ein Hospiz.“

„Ein Hospiz?“ schoss es mir durch den Kopf. Scheiße, Mann! Dort werden doch sterbenskranke Menschen versorgt und beim Sterben begleitet. Ich schaute in den Rückspiegel, schaute mir die Dame noch einmal an.

„Ich hinterlasse keine Familie“ fuhr sie mit sanfter Stimme fort. „Der Arzt sagt, ich habe nicht mehr sehr lange.“

Ich schaltete das Taxameter aus. „Welchen Weg soll ich nehmen?“ fragte ich.

Für die nächsten zwei Stunden fuhren wir einfach durch die Stadt. Sie zeigte mir das Hotel, indem sie einst an der Rezeption gearbeitet hatte. Wir fuhren zu den unterschiedlichsten Orten. Sie zeigte das Haus indem sie und ihr verstorbener Mann gelebt hatten als sie noch „ein junges, wildes Paar“ waren. Sie zeigte mir ein modernes neues Möbelhaus, das früher „ein angesagter Schuppen“ zum Tanzen war. Als junges Mädchen habe sie dort oft das Tanzbein geschwungen.

An manchen Gebäuden und Straßen bat sie mich besonders langsam zu fahren. Sie sagte dann nichts. Sie schaute dann einfach nur aus dem Fenster und schien mit ihren Gedanken noch einmal auf eine Reise zu gehen. Hinter dem Horizont kamen die ersten Sonnenstrahlen. Waren wir tatsächlich die ganze Nacht durch die Stadt gefahren?

„Ich bin müde“ sagte die alte Dame plötzlich. „Jetzt können wir zu meinem Ziel fahren“

Schweigend fuhren wir zur Adresse, die sie mir am Abend gegeben hatte. Das Hospiz hatte ich mir viel größer vorgestellt. Mit seiner Mini-Einfahrt wirkte es eher wie ein kleines freundliches Ferienhaus. Jedoch stürmte kein kaufwütiger Makler aus dem Gebäude, sondern zwei eilende Sanitäter die, kaum hatte ich den Wagen angehalten, die Fahrgasttüre öffneten. Sie schienen sehr besorgt. Sie mussten schon sehr lange auf die Dame gewartet haben.

Und während die alte Dame im Rollstuhl Platz nahm, trug ich ihren Koffer zum Eingang des Hospizes.

„Wie viel bekommen sie von mir für die Fahrt?“ fragte sie, während sie in ihrer Handtasche kramte.

„Nichts“, sagte ich,

„Sie müssen doch ihren Lebensunterhalt verdienen«, antwortete sie.

„Es gibt noch andere Passagiere“ erwiderte ich mit einem Lächeln.

Und ohne lange drüber nachzudenken, umarmte ich sie. Sie hielt mich ganz fest an sich.

„Sie haben einer alten Frau auf ihren letzten Meter noch ein klein wenig Freude und Glück geschenkt. Danke!“, sagte sie mit glasigen Augen zu mir.

Ich drückte ihre Hand, und ging dem trüben Sonnenaufgang entgegen … Hinter mir schloss sich die Tür des Hospizes. Es klang für mich wie der Abschluss eines Lebens.

Meine nächste Schicht hätte jetzt beginnen sollen, doch ich nahm keine neuen Fahrgäste an. Ich fuhr einfach ziellos durch die Straßen – völlig versunken in meinen Gedanken. Ich wollte weder reden, noch jemanden sehen. Was wäre gewesen, wenn die Frau an einen unfreundlichen und mies gelaunten Fahrer geraten wäre, der nur schnell seine Schicht hätte beenden wollen. Was wäre, wenn ich die Fahrt nicht angenommen hätte. Was wäre, wenn ich nach dem ersten Hupen einfach weggefahren wäre?

Wenn ich an diese Fahrt zurückdenke, glaube ich, dass ich noch niemals etwas Wichtigeres im Leben getan habe.

In unserem hektischen Leben, legen wir besonders viel Wert auf die großen, bombastischen Momente. Größer. Schneller. Weiter.

Dabei sind es doch die kleinen Momente, die kleinen Gesten die im Leben wirklich etwas zählen.

Für diese kleinen und schönen Momente sollten wir uns wieder Zeit nehmen. Wir sollten wieder Geduld haben – und nicht sofort hupen – dann sehen wir sie auch.

Quelle: https://www.steffenkirchner.de/blog/zeit-als-geschenk-eine-bewegende-geschichte/

Von der „richtigen“ Zeit…

 

Es gibt eine Zeit, Dinge von selbst geschehen zu lassen, und eine Zeit, Dinge zu initiieren.

Das Geschenk der Zeit

Ganz oft hört man, dass die Menschen keine Zeit haben. Wir haben aber Zeit für die Arbeit, den unvermeidbaren Verpflichtungen, wie Rechnungen zahlen, zum Zahnarzt gehen, sauber machen, Wäsche waschen und allen anderen Sorgen des Alltags.

Es heißt aber auch, sich Zeit nehmen (nicht haben). Demnach nehmen wir uns auch die Zeit für all die Dinge, von denen wir glauben, Sie tun zu müssen.

ABER: Ihre Zeit ist auch IHR Leben. Von all jenen Menschen, die etwas an Zeit von Ihnen brauchen, sollten Sie selbst sich an erste Stelle setzen.

Nehmen Sie sich heute ein paar Minuten Zeit und überlegen Sie, wofür Sie gerne (wieder) Zeit hätten – zum Lesen, zum Laufen oder vielleicht zum Seele baumeln lassen?

Versuchen Sie sich ab heute täglich ein bisschen Zeit für sich zu nehmen – nicht nur heute, sondern jeden Tag. Es ist eine Investition in Sie und ganz ehrlich ist es nicht egal, ob die Bügelwäsche einen Tag früher oder später gebügelt wird…?

Eine Anti-Stress-Übung

Wenn Sie viel Stress, viel tun haben und die Muße zu kurz kommt, dann fragen Sie sich bitte, was Sie damit für sich nicht möglich werden lassen…

Beispiel 1: Sie arbeiten auch in Ihrer Freizeit. Welche private Aktivität verhindern Sie damit?…
Beispiel 2: Sie kümmern sich aufopfernd für alle Familienmitglieder und haben dadurch das Gefühl zu kurz zu
kommen. Was könnten/würden Sie stattdessen für sich tun?

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